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24.06.2018 13:30 Alter: 114 days
Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum

Zusammenarbeit als Bereicherung des (Wirtschafts-)Lebens


Im Bild: Alexander Szöllösy, Marianne Gugler und Dietmar Baurecht (Regionalmanagement Burgenland – „Pakt für Beschäftigung“).

Der Gedanke, sich mit „Gleichgesinnten“ zusammenzuschließen, ist nicht neu. Schon im Mittelalter entwickelten sich Zusammenschlüsse für einen gemeinsamen Zweck. Im Laufe der Jahre sind so vermehrt Organisationen entstanden, die seit ca. dem 18. Jahrhundert unter dem Namen „Genossenschaft“ firmieren.

Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss von natürlichen bzw. juristischen Personen, deren Ziel der Erwerb oder die wirtschaftliche bzw. soziale Förderung ihrer Mitglieder durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb ist. 

Diese Zielsetzung lässt sich auch auf das Modell „Arbeitgeberzusammenschluss“ umlegen, bei dem als Zweck das Teilen von Arbeits- und Fachkräften im Mittelpunkt steht. Damit verbunden ist die Teilung des Beschäftigungs- und Kostenrisikos durch mehrere Mitgliedsbetriebe. Dafür wäre z.B. ein Modell denkbar in dem die Betriebe als Mitglieder einer Genossenschaft firmieren, um damit gemeinsam Anstellung zu organisieren. Oder dass sich z.B. die MitarbeiterInnen in einer sogenannten Beschäftigungsgenossenschaft zusammenschließen und als Mitglieder und Mit-UnternehmerInnen ihre Services und Dienste den Betrieben anbieten bzw. Überlassung organisieren. Darüber hinaus sind auch verschieden Mischformen und auch die Einbindung von Kommunen denkbar.

Wie sich ein AGZ innerhalb genossenschaftlicher Strukturen einbetten lässt, haben wir eingehend mit Marianne Gugler besprochen. Sie ist ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Organisationsform „Genossenschaft“. Als Forscherin im Rahmen ihres Masterstudienlehrganges für Gemeinwesen-Entwicklung kam sie zur Gründungsgruppe der Otelo eGen (oteloegen.at), die sie darauffolgend (2014) mitgegründet hat. 

„Genossenschaften verbinden in einmaliger Art und Weise ideelle, soziale und ökonomische Ziele und sind damit das Modell für die lokale Ökonomie der Zukunft!“, so Marianne Gugler.