Detail

01.12.2012 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: AGZ-Aktuelles

Startschuss für das Projekt „Zukunftsmodell AGZ“


Franz Heumayr, Marcus Strohmeier und Alexander Szöllösy starten das Arbeitsmarkt-Projekt "Zukunftsmodell AGZ".

Der Regionalentwickler progressNETZ setzte am 01. Dezember den Startschuss für das Projekt „Zukunftsmodell AGZ – Moderne Personalentwicklung für Regionen im Tourismus, der Gastronomie und in der Freizeitwirtschaft“. Das Team Mag. Marcus Strohmeier (Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter), Mag. Alexander Szöllösy (Projektleiter) sowie Franz Heumayr (Projektassistent) wird die nächsten zwei Jahre u.a. einen modus operandi für die Installierung von Arbeitgeber-
zusammenschlüssen in Österreich entwickeln. Ihr Zielgebiet ist der Zentralraum NÖ mit der Landeshauptstadt St. Pölten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (bmask). Eine Ko-Finanz-
ierung erfolgt durch das AMS NÖ.


In Frankreich gibt es seit 1985 das Modell der „Groupements d’employeurs“ (Arbeitgeberzusammenschlüsse), welches ursprünglich nur für kleine landwirtschaftliche Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten zugelassen wurde. Aufgrund des enormen Erfolges hat sich der AGZ in den vergangenen 25 Jahren aus dieser Nische heraus jedoch sehr gut entwickelt und ist inzwischen – wie die zahlreichen Beispiele zeigen - in vielen Branchen und auch bei größeren Betrieben fester Bestandteil der Personalplanung.

Die Idee dahinter: Über Kooperationen von Unternehmen, welche unterschiedliche Teil-Bedarfe in ihren Betrieben haben, werden Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen und damit Fachkräfte für die gesamte Region gesichert. Über den AGZ, der ein gemeinsames Personalmanagement betreibt, lassen sich Probleme der Flexibilisierung und der Einsatzzeiten von Mitarbeitern leichter lösen. 

In der Regel besitzen kleinere Unternehmen nicht die zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen für eine vorausschau-
ende Personalentwicklung und -planung. Um in einem sich verschärfenden Wettbewerb um knapper werdende gut qualifizierte Fachkräfte mithalten zu können, benötigen sie Unterstützung. 

Das Eingehen von Kooperationen mit anderen Unternehmen stellt eine Unterstützungsmöglichkeit in Form einer Selbsthilfe dar, um über Synergiegewinne zusätzliche Ressourcen zu erhalten. Daher dient kooperatives Personalmanagement, wie es von Arbeitgeber-
zusammenschlüssen praktiziert wird, in erster Linie der Fach-
kräftesicherung für Klein- und Mittelbetriebe. 

Bei diesem innovativen Beschäftigungsmodell geht es insbe-
sondere darum, eine nicht gewinnorientierte Zusammenarbeit und einen gemeinsamen Nutzen für alle Beteiligten (Betriebe, Vereine, Institutionen oder Kommunen) zu organisieren.

Da in Österreich das Modell der AGZ noch weithin unbekannt ist, wird progressNETZ einen Arbeitgeberzusammenschluss im Zielgebiet Zentralraum NÖ forcieren. Über die Erfahrungen, die im Zuge der Projektarbeit gesammelt werden, wird u.a. ein modus operandi für eine bundesweite Implementierung erarbeitet. Zudem soll eine profunde Grundlage geschaffen werden, die Arbeitgeberzusammenschlüsse mitunter in einen eigenen gesetzlichen Rahmen einbinden sollen.

Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Alexander Szöllösy
Projektleiter
alexander.szoelloesy@progressnetz.at
0664 / 88 66 78 10

Links:
bmask
AMS NÖ
progressNETZ