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15.05.2013 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: AGZ-Aktuelles

Gibt‘s beim AGZ-Modell einen Pferdefuß?


Können dem Beschäftigungsmodell AGZ sehr viel Positives abgewinnen: Franz Heumayr (progressNETZ), René Schindler (PRO-GE), Marcus Strohmeier (progressNETZ), Rudolf Komaromy (vida) und Alexander Szöllösy (progressNETZ).

Im Zuge eines Projektpartner-Treffens mit der PRO-GE sowie der vida in Wien haben wir uns die durchaus berechtigte Frage gestellt, ob ein AGZ mitunter Nachteile für ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen oder die Region bringt. Nach intensiven Dis-
kussionen sind wir jedoch zu dem Schluss gekommen, dass ein AGZ, wenn es vier grundlegende Voraussetzungen erfüllt, keine negativen Aspekte mit sich bringt.


Voraussetzung I: Es müssen bei den Betrieben Bedarfe nach Arbeitskräften und Kompetenzen vorliegen.

Voraussetzung II: Die Einzelbedarfe der ArbeitgeberInnen müssen zeitlich und inhaltlich kombinierbar sein.

Voraussetzung III: Die ArbeitgeberInnen müssen an der Arbeits-
kräfteteilung Interesse haben.

Voraussetzung IV: Die räumliche Entfernung zwischen den Arbeit-
gebern muss Pendlerdistanz betragen.

Das Wesen eines Arbeitgeberzusammenschlusses besteht in der Teilung, Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften für die Mitgliedsbetriebe. Dies erhöht die Flexibilität in den Unternehmen, entlastet das bereits vorhandene Stammpersonal, führt zu einer Zunahme an Kompetenz und Arbeitsleistung bei gleichzeitig geringem Risiko.

Der Vorteil für bislang prekär oder teilzeitbeschäftigte Arbeits-
kräfte: Aus den Bedarfen der einzelnen AGZ-Mitgliedsbetrieben entsteht ein abgesicherter Vollzeitarbeitsplatz. Verlässliche Fachkräfte mit Betriebserfahrung sind, wenn sie mit ihrer Beschäftigungssituation (Teilzeit, Prekariat oder gar Schwarz-
arbeit) nicht zufrieden sind, nicht länger gezwungen, der Region den Rücken zu kehren, weil sie keine fixe Anstellung finden.

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