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19.06.2018 13:27 Alter: 120 days
Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum

Gemeinsam, über die Gemeindegrenzen hinweg, neue Arbeitsplätze schaffen – der AGZ


Ob das AGZ-Modell das Potenzial hat, die Regionen zu stärken, haben wir mit Mag. Wolfgang Luftensteiner, seines Zeichens Vizebürgermeister von Altlengbach und Experte für kommunale Zusammenarbeit, erörtert. Auch er hat in seiner Gemeinde bislang überaus positive Erfahrungen mit der Kooperation im Personal über die Gemeindegrenzen hinweg gemacht, so zum Beispiel mit dem Verein „Kinderbetreuung Laabental“.

Nicht immer ist eine Vollzeitanstellung realisierbar, da Betriebe, Vereine oder Kommunen oftmals nicht den Bedarf an einer Vollzeitkraft haben. Langfristig hat dies zur Folge, dass Arbeitskräfte bei keinem geeigneten Jobangebot der Region den Rücken kehren (müssen) und die Arbeitgeber vor Ort unter Fach- und Arbeitskräftemangel leiden. Ein Teufelskreis…

Mit dem Arbeitgeberzusammenschluss (AGZ) jedoch, einem Modell, bei dem personelle Teilbedarfe von zwei oder mehreren Arbeitgebern miteinander kombiniert werden, können neue Vollzeitjobs mit Langfristperspektive entstehen – z.B. in der Kinderbetreuung, in der Grünraumpflege oder im administrativen Bereich.

Spannend ist dieser arbeitsmarktpolitische Ansatz vor allem für Gemeinden, die schon jetzt in der interkommunalen Zusammenarbeit erfolgreich sind, jedoch noch kein „gemeinsames Personalmanagement“ betreiben. Hier könnte der AGZ ein wirksames Instrument sein, um einerseits bedarfsgerecht seinen Personaleinsatz zu koordinieren und andererseits die Kosten zu teilen – dies vor dem Hintergrund der Schaffung attraktiver Jobs in den Gemeinden.