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05.04.2013 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: AGZ-Aktuelles

Der AGZ Feldbach – ein Gewinn für Arbeitssuchende, Betriebe und für das AMS


Gerhard Müller ist der erste Vollzeitbeschäftigte Österreichs, der über einen AGZ die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt geschafft hat – im Bild mit Alexander Szöllösy (Projektleiter „Zukunftsmodell AGZ“).

Damit ein AGZ gelingen kann bedarf es der vollen Unter-
stützung von Betrieben, eine ausgezeichnete Organisation und vor allem auch den Mut sich auf Neues einzulassen. progressNETZ hat Frau Marianne Suppan, Geschäftsstellen-
leiterin AMS Feldbach und starke Befürworterin des ersten AGZ-Pilotversuchs in Österreich, zu einem Interview gebeten.


Warum hat das Arbeitsmarktservice den Arbeitgeberzusammen-
schluss in der Landwirtschaft gefördert?
Marianne Suppan: Das Pilotprojekt AGZ in der Landwirtschaft war für das AMS Feldbach „Neuland“. Das Beschäftigungsmodell AGZ war uns unbekannt und der Bedarf an Arbeitskräften in der Landwirtschaft wurde hauptsächlich mit Frauen und Männern aus Slowenien, Ungarn, Rumänien etc. abgedeckt. Somit waren im AMS auch die Landwirte als Dienstgeber nicht so präsent.

Was war spannend an dem Projekt?
Marianne Suppan: Es ist nicht selbstverständlich, dass sich mehrere UnternehmerInnen „ohne Scheuklappen“ Arbeit-
nehmerInnen „teilen“. Wir waren überrascht wie viele Landwirte Interesse an dem Modell AGZ zeigten, aber auch über die Bereitschaft von arbeitssuchende Menschen in der Land-
wirtschaft arbeiten zu wollen. Zudem wurde den Arbeitskräften mit dem AGZ auch die Scheu genommen bei mehreren Dienstgebern ihre Arbeitsleistung anzubieten.

Was ist eigentlich das Tolle an einem AGZ?
Marianne Suppan: Ein AGZ bietet für Beschäftigte die Chance immer wieder neue Betriebsstrukturen, Abläufe und Aufgaben-
gebiete kennenzulernen. Dies fördert somit auch die berufliche Weiterbildung während der Arbeit. Ebenso gibt es in einem AGZ die Möglichkeit in saisonschwächeren Zeiten Qualifizierungs-
maßnahmen zu nutzen. So konnte auch das AMS Feldbach ihren Kunden ein weiteres Angebot unterbreiten und auch die landwirtschaftlichen Betriebe als Auftraggeber für offene Stellen gewinnen.

Was ist beim Aufbau von Arbeitgeberzusammenschlüssen zu beachten?
Marianne Suppan: Wichtig bei einem AGZ ist eine ausgewogene Gestaltungsstrategie für die Gesellschaft, für die Unternehmen und genauso für die Beschäftigten. Wir wünschen Euch für Eueren AGZ in Niederösterreich viel Erfolg!

Wir danken Frau Marianne Suppan für das Gespräch.

Links:
AMS Feldbach
progressNETZ