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03.05.2013 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: AGZ-Aktuelles

Das Beschäftigungsmodell AGZ bietet Chancen für ArbeitnehmerInnen


Journalist und Buchautor Christoph Baumgarten (im Bild links) im Gespräch mit Alexander Szöllösy zum Thema „Zukunftsmodell AGZ – Der Weg zum Vollzeitarbeitsplatz“.

In einem Arbeitgeberzusammenschluss entstehen, durch kooperatives Personalmanagement von Unternehmen, nachweislich Vollzeit-Arbeitsplätze. Welche Vorteile ein AGZ für ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen und Regionen bringt, wurde im Rahmen eines Informationstreffens mit Christoph Baumgarten, Journalist (AK NÖ Öffentlichkeitsarbeit) und Buchautor – erörtert.

Arbeitslosigkeit kostet viel Geld und birgt sowohl für die Betroffenen als auch die Volkswirtschaft enorme Gefahren. Daher gilt es der Arbeitslosigkeit entschieden entgegenzutreten und attraktive Lösungen zu finden, die Betroffene jeden Alters wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Zudem benötigen Unternehmen aller Branchen gut ausgebildete Arbeitskräfte, um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.

Ein Modell, bei dem abgesicherte Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen, ist der Arbeitgeberzusammenschluss. Das Prinzip dahinter: Ein Betrieb benötigt Arbeitskräfte (Fachkräfte), um seinen Bedarf abdecken zu können bzw. seine Kompetenz zu erhöhen. Da es sich jedoch „nur“ um einen Teilbedarf handelt und eine Vollzeitkraft weder ausgelastet noch finanziert werden kann, sucht der Unternehmer weitere Betriebe, die ebenfalls Teilbedarfe haben und Arbeitskräfte benötigen. Die Summe der einzelnen, kombinierbaren Teilbedarfe ergibt somit einen Vollzeit-Arbeitsplatz.

Diese Win Win-Situation begünstigt sowohl die ArbeitgeberInnen (geteiltes Beschäftigungsrisiko, betriebliche Flexibilität, Zunahme an Kompetenz, erhöhte Produktivität, keine Schwarzarbeit, eingeschultes Personal, Entlastung des Stammpersonals) als auch die ArbeitnehmerInnen (abgesicherter Vollzeit-Arbeitsplatz, Gleichstellung mit Stammpersonal, mitunter abwechslungsreiche Tätigkeiten, kein prekäres Anstellungsverhältnis, Ausbau der eigenen Kompetenz durch Weiterbildungsmaßnahmen).

„Das Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit betrifft jeden Bürger. Solange es eine so hohe Jugend- bzw. Dauerarbeitslosigkeit wie derzeit in Europa gibt, ist es unsere Pflicht über neue und innovative Ansätze in der Arbeitsmarktpolitik nachzudenken. Die negativen Erscheinungen, die Arbeitslosigkeit mit sich bringt, müssen durchbrochen werden. Gerade in strukturschwachen Regionen wäre der Arbeitgeberzusammenschluss ein taugliches Instrument, um Menschen (wieder) in Vollzeit-Beschäftigung zu bringen und den Bedarf der Wirtschaft abzudecken.“, so Alexander Szöllösy (Projektleiter progressNETZ).

Dem kann sich auch der Journalist und Autor Christoph Baumgarten anschließen, der ebenfalls eine akzentuierte europäische Arbeitsmarktpolitik einmahnt und arbeitnehmerInnenfreundliche Beschäftigungsmodelle unterstützt.