Detail

12.06.2013 12:40 Alter: 4 yrs
Kategorie: AGZ-Aktuelles

Arbeitsplätze wichtig für die Region


Alexander Szöllösy und Franz Heumayr (beide progressNETZ) überreichen Bürgermeister Matthias Stadler (Mitte) eine Informationsbroschüre zum Projekt „Zukunftsmodell AGZ – Moderne Personalentwicklung für Regionen im Tourismus, der Gastronomie und in der Freizeitwirtschaft“.

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Vollzeitarbeit und fixe Anstellungen werden immer mehr zu einem Luxusgut, wenn man sich die Zahlen der Statistik Austria genauer ansieht. Die Anzahl an Vollzeitanstellungen geht kontinuierlich zurück, während atypische Beschäftigungsverhältnisse -dazu zählt auch Leih- und Zeitarbeit - im Steigen begriffen sind.

Mittlerweile zählen knapp 1,1 Millionen Menschen zu den atypisch Beschäftigten, wobei hier vor allem Frauen betroffen sind. Sieht man sich z.B. die Prozentzahlen für Teilzeitarbeit an, so ergibt sich folgendes Bild: Männer: 7,6% | Frauen: 44,5%. Die Tendenz in der Krise: steigend.

Der starke Wandel des Arbeitsmarktes weg von sogenannten „Normalarbeitsverhältnissen“ hin zur atypischen Beschäftigung bedeutet, dass unbefristete Vollzeitbeschäftigung mit regelmäßiger Arbeitszeit, betrieblicher Einbindung und vollem arbeits- und sozialrechtlichem Schutz immer mehr vom Arbeitsmarkt verschwindet. Stattdessen werden in Zukunft Leiharbeiter, geringfügig Beschäftigte und Teilzeitarbeiter sowie „Neue Selbständige“ und „Freie Dienstnehmer“ die Arbeitswelt prägen - also die Gruppe der atypisch Beschäftigten.

Mit dem Projekt „Zukunftsmodell AGZ – Moderne Personalentwicklung für Regionen im Tourismus, der Gastronomie und in der Freizeitwirtschaft“ möchte der Regionalentwickler progressNETZ ein Beschäftigungsmodell vorstellen, dass abgesicherte Vollzeitarbeitsplätze schafft und viele Bedürfnisse von UnternehmerInnen erfüllt, so u.a. die Fachkräftesicherung, die Erhöhung der innerbetrieblichen Flexibilität sowie die Minimierung des Beschäftigungsrisikos.

„Das Projekt zielt darauf ab, ein praxistaugliches Arbeitsmarktmodell – den Arbeitgeberzusammenschluss – in Österreich vorzustellen, bei der Gründung eines AGZ im Zentralraum NÖ die begleitende Expertise beizusteuern sowie die zahlreichen Vorteile des kooperativen Personalmanagements flächendeckend in den medialen Fokus zu rücken. Sollte dies gelingen und wir damit überregionales Interesse wecken, könnten österreichweit AGZ-Betriebe entstehen und somit Vollzeitarbeitsplätze schaffen. Damit könnte die Anzahl an atypisch Beschäftigten bzw. der Prozentsatz an prekären Arbeitsverhältnissen kontinuierlich gesenkt werden – zum Wohle der ArbeitnehmerInnen, der Betriebe sowie der Volkswirtschaft!“, so Mag. Alexander Szöllösy (Projektleiter progressNETZ).

Das Projektteam hat das Beschäftigungsmodell auch Bürgermeister Mag. Matthias Stadler vorgestellt, der großes Interesse an dem Projekt gezeigt hat und das Arbeitsmarktprojekt, welches vom bmask sowie AMS NÖ gefördert wird, inhaltlich voll unterstützt. Auch für die NÖ-Landeshauptstadt St. Pölten sowie den Zentralraum NÖ ist es wichtig einerseits (Vollzeit-)Arbeitsplätze in der Region zu schaffen, aber andererseits auch für die zahlreichen Unternehmen ausreichend gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Mit dem Arbeitgeberzusammenschluss, der zahlreiche Vorteile bietet, entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Davon ist auch Bürgermeister Stadler überzeugt.

Links:
Landeshauptstadt St. Pölten
progressNETZ