Der Weg zum Arbeitgeberzusammenschluss

Aus den Erfahrungen im Aufbau von Arbeitgeberzusammenschlüssen in Frankreich, Deutschland und Österreich hat sich ein 3-stufiges Vorgehen besonders bewährt: 

  1. Analyse
  2. Gründung
  3. Betrieb


Phase I: Analyse (Ansätze finden und Machbarkeit feststellen)

Ziel dieser Phase ist, “den Boden“ für AGZ aufzubereiten. Dazu gehören:

  • das Modell der AGZ bekannt machen
  • die Datenlage mittels Arbeitgeberbefragung überprüfen sowie
  • erste Interessenten zu erreichen, die in groben Zügen deren Bedarfe sichtbar machen

Am Ende dieser Phase sollte klar sein, ob ein AGZ die Lösung für die jeweiligen (regionalen) Fachkräfteprobleme darstellt und ob erste Arbeitgeber bereit sind,  gemeinsame an einer Gründung zu arbeiten. Hier besteht die erste Möglichkeit eines AGZ-Mehrwertchecks.

Phase II: Gründung (mit detaillierter Bedarfsermittlung)
Während Phase 2 wird der Bedarf detailliert ermittelt. Sie beginnt, wenn sich ArbeitgeberInnen bereit erklärt haben, gemeinsam am Aufbau eines AGZ zu arbeiten. In umfassenden persönlichen Gesprächen wird versucht, den Bedarf jedes einzelnen Arbeitgebers herauszuarbeiten und quantitativ (Zeitdauer, Zeitphasen etc.) wie qualitativ (Tätigkeitsbeschreibung, Qualifikationsniveau etc.) zu erfassen. Hier besteht die zweite Möglichkeit von AGZ-Mehrwertchecks.

Wenn die Machbarkeit gegeben ist und der Bedarf bestätigt ist, erfolgt die Wahl einer geeigneten Organisationsform (Verein, Genossenschaft, GmbH bzw. Verwaltungsgemeinschaft, wenn nur Gemeinden beteiligt sind) und das Vereinbaren von Regeln und Prozessen für die gemeinsame Arbeit.

Phase III: Betrieb
Der Arbeitgeberzusammenschluss nimmt seinen Betrieb auf und erbringt Dienstleistungen für seine Mitgliedsbetriebe.